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Wissenschaftlicher Abendvortrag „Beschämung als Strafzweck – Ehrenstrafen einst und jetzt“

Dienstag, 15. Juni, 19:00 - 20:30

Kostenlos

Die zeitgemäße Sprache kennt noch das „Anprangern“; und nimmt damit Bezug auf die historische Strafe des Prangers. Darunter verstand man ein Gerät oder eine Bühne, an dem bzw. auf der eine delinquente Person –oft gekennzeichnet durch eine auf die vorgeworfene Missetat hinweisende Tafel – ausgestellt und so dem öffentlichen Spott (und auch wegen der Wehrlosigkeit des/der fixierten Betroffenen auch körperlichem Misshandeln) ausgesetzt wurde. Andere Formen solcher „Ehrenstrafen“ (oder „Schandstrafen“) waren z.B. der schimpfliche Aufzug (mit nachgebildetem Tierkopf, Schandmaske, Schandflöte oder Halsgeige) oder das erzwungene öffentliche Tragen von Steinen. Der Vortrag geht auf die historischen Hintergründe dieser bis zur Aufklärung vollzogenen Strafen ein und fragt nach den Gründen, aus denen heute wieder der Ruf nach solchen beschämenden Bestrafungsformen erhoben wird.

Der Referent Prof. Dr. Wolfgang Schild ist Professor für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Rechtsphilosophie und Strafrechtgeschichte an der Universität Bielefeld.

Eintritt frei, Zugang nur mit Voranmeldung und negativem Corona-Test oder Nachweis über vollständige Impfung vor mindestens 14 Tagen, Tragepflicht eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes.

Anmeldung bitte  bis 14. Juni unter 01577-3135753 (werktags 9 bis 16 Uhr)

 

Details

Datum:
Dienstag, 15. Juni
Zeit:
19:00 - 20:30
Eintritt:
Kostenlos

Veranstaltungsort

Glashalle