Falknerei im Mittelalter – Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen

Der Förderverein Schloss Horst e.V. freut sich, eine neue Themenführung vorstellen zu können.

Die Kunst des Jagens mit Greifvögeln ist eine sehr alte Kulturtechnik, die sich seit 2010 auf der Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes findet. Die verborgenen Anfänge der Falknerei lassen sich in Persien und Zentralasien aufspüren, d.h. das Jagen mit Greifvögeln hat sich vermutlich parallel und unabhängig in verschiedenen Kulturen entwickelt. In Kasachstan finden sich Falknereisymbole auf  Tonwaren, Teppichen und anderen archäologischen Funden, die älter als 5000 Jahre sind. Die Wurzeln der persischen Falknerei lassen sich sogar bis 8000 vor Christus zu König Tahmooreth zurückverfolgen.

Die Blütezeit der Falknerei in Deutschland und Europa liegt zwischen 500 und 1600 nach Christus. Eine besonders herausragende Falkner-Persönlichkeit aus jener Epoche ist Kaiser Friedrich II. aus dem Geschlecht der Staufer (1124-1250). Sein mehrbändiges Werk „De arte venandi cum avibus“ (Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen), das zwischen 1241 und 1248 entstand, gilt bis in die Neuzeit auch aufgrund seiner herausragenden naturwissenschaftlichen Genauigkeit als Standardwerk zur Falknerei. Die wesentlichen der damals dargestellten Haltungstechniken finden sich noch heute in praktisch identischer Form.

Tauchen Sie mit Claudia Walter, Michael Kasperski und Arne Krauß in die faszinierende Welt der Falknerei im Mittelalter. Erfahren Sie den Spitznamen des Stauferkaisers und lernen Sie zu verstehen, warum ein guter Falkner auch ein guter Menschenführer ist.

Alle Theorie ist grau, befiedert ist das praktische Falknerleben. Die Themenführungwird bereichert von den Eulen und Greifvögeln der Falkner von Eulenbann & Federspiel.  Für den Vorgucker auf die neue Themenführung ist der Eintritt frei. Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend und erliegen Sie der Faszination der Arbeit mit Eulen und Greifvögeln. Die Veranstaltung findet statt unter Einhaltung der 3G.

Sakerfalke Kyra wird den Abend
mit  kritischem Blick begleiten.